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The time is NOW

Endlich Mai. Denn Mai ist Umkehr. Von Innen nach Außen. Von Ruhe zu Bewegung. Von Dunkel zu Hell. Von Persönlich zu Unpersönlich. Von fest bekleidet zu lockig flockiger. ...und der erste Monat ohne R im Monatsnamen; also - Schuhe aus, Zehen raus! Mai ist Bewegung und Veränderung, und Mai ist Kommunikation. So nehme ich dies als Anlass, Bewegendes zu kommunizieren.


Eine kleine Geschichte.

Unlängst war ich mit einem lieben Freund zu Abend essen.

Mir fiel an diesem Abend auf, wie wenig ihm auffiel, wie sehr mir auffiel.

Wir kennen ihn doch alle, diesen Ausdruck von jemandem, der gerade intensiv über etwas Nachdenken muss; wo wir dieser Person zusehen können, wie sie von einem Gedanken zu einer - auf unbestimmte Zeit definierten - Reise eingeladen wird. Der Gedanke packt das Gegenüber und schreitet los in die Sphären der Erinnerung, der Phantasie, der Analyse, der Projektion. Ich finde schon, dass es deutlich sichtbar ist, wenn das Gegenüber einfach mal unangekündigt mit seinem Verstand losmarschiert; als zurückgebliebenes Pendant quasi.

Irgendwann meinte ich dann mal, dass in seinem Kopf wohl grad Autobahnkreuz-Stoßzeit wäre. Und plötzlich dieser Blick in meine Richtung, so, als wäre man grad vor den Kopf gestoßen oder wo rausgerissen worden; miit einem großen Fragezeichen im Gesicht, das weniger dem anderen als mehr einem selbst gilt. Dieses - WHAT? Huch? Häm? Wie? ...und da, da ist man dann plötzlich wieder da.

Und so war auch mein lieber Abendessen-Freund wieder da, zumindest ein paar Augenblicke lange, bis halt die nächsten Fahrzeuge der Stoßzeit von den Nebenspuren drängten und die Hupen von mobilen Devices penetrant auffuhren. Dem nicht genug, gab es da scheinbar auch noch ein paar Baustellen in diesem Bereich...

Immerhin ist ihm dann aber aufgefallen, dass es mir auffällt, wenn es ihm auffällt, dass er halt grad zur Stoßzeit unterwegs ist. Und dann hat er mich dann angelächelt und gemeint:

Gut, dass ich nicht mehr Sozialkontakte wie dich hab.

Und ich hab dann gelächelt und gemeint: Schön, dass du jetzt da bist.

Was ich damit sagen möchte?

Wegen der 'Moral von der Geschichte' und so, vielleicht sowas wie:

Und wenn du noch nicht staufrei bist, dann spielst du vielleicht noch heute.

Das PingPong-Spiel Außen gegen Innen; mit dem Ball 'Verstand'. Und der einzige, der dieses Spiel als das erkennt, was es ist, ist unser eigenener Beobachter, der trotz stattfindendem Spiel dem Ball zusehen, vor allem aber ihn einfach mal rausnehmen und in die Mitte des Tisches platzieren kann; um vielleicht mal den Spielstand durchzugeben, oder eine Pause einzuleiten, oder wenn er ganz mutig ist: das Spiel zu beenden.

Oft genügt kurz mal der Spielstand, sowas wie:

3.758 zu 155 für das Außen. Also mehr outside pushes denn inside pulls. Das Außen prescht von der linken Überholspur vor und das Innen fährt gekonnt mit (Reaktion, Projektion, Identifikation, Sanktion,....), wieder und wieder,

und ping und pong und ping und pong.

Und so fällts dann auch gar nicht so sehr auf, dass es in der Halle, in der dieses Turnier stattfindet, langsam zu dämmern beginnt und der Abend sich einleitet.

Spätestens beim nach-Hause-Gehen können wir dann aber zurückblicken und über das Spiel reflektieren.

Ende der Geschichte eines PingPong-Spiels zur Stoßzeit.



Love & Sat Nam,

Monika


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