OSTERN. Oder - das Henne-Ei-Thema.

Aktualisiert: 29. Apr 2019

Henne-Ei: Wir können drüber reden, philosophieren, diskutieren, reflektieren, können es auch analysieren, zerlegen und uns verlieren im Zerdenken des Henne-Ei-Themas.

Warum aber nicht einfach annehmen, wie es eigentlich per se ist?


Da gibt es die Henne. Die legt ein Ei. Und in dem Ei ist dann auch schon wieder die neue Henne, die dann wieder Eier legen wird, in denen wieder Hennen sein werden, usw.

Denn – geht es letztlich darum, die Dinge zu verstehen? Oder geht es darum zu erkennen und anzunehmen, dass es einfach so ist?


Und weil Ostern ist – diese Zeit des Eierpeckens – stellt sich für mich natürlich schon die Frage nach dem Ei.

Wie sehr sehe oder erkenne ich eigentlich mein Ei? Wie sehr brüte und behüte ich es; das Ei mit dem neuen Henderl drinnen? Und wie sehr bin ich bereit, etwas zu zerbrechen um Neues entstehen zu lassen? Wie sehr erfreue ich mich des Eis als Sinnbild allen Potenzials, das ich ausbrüten kann, und wie weit bin ich bereit, das Neue auch schlüpfen zu lassen; und sich dem Zyklus per se als solches hinzugeben? Also – auch das Brüten wieder sein zu lassen....


@Eierpecken: Wer peckt eigentlich an meinem Ei? Wer schafft es, die Schale zum Springen zu bringen? Und wie bereit bin ich, es auch anzunehmen und auszukosten?



Ostern – die Zeit der Auferstehung


Alle Jahre wieder jene Besinnungszeit, mit Karfreitag abzutauchen (diesmal sogar ein Vollmondtag; die weibliche Qualität pur – Dunkelheit und Fülle als weibliche Qualitäten am Höchststand schlechthin) in die Dunkelheit, in das Innere des Eies, um zu dem neuen Wesen zu werden, das das Licht der Welt in diesem neuen Sein so noch nicht erblickt hat; um am Samstag, den Prozess der Transformation anzunehmen, durchzugehen durch das Tal der Dunkelheit, und dann am Sonntag selber neu zu schlüpfen?

...oder - welche Ausreden finden wir, uns diese Auferstehung nicht zu gönnen?


Für mich ist Ostern alle Jahre wieder eine grandiose Hoch-Zeit, um sich selber wieder neu zu erfinden; und er-finden im Sinne des Findens und weniger des Suchens; denn suchen ist aktiv, finden ist passiv. Und passiv ist das Urprinzip der Weiblichkeit, und Weiblichkeit ist Ausdehnung, ‚sukham' – das Prinzip des sich noch mehr Ausdehnens, wie das neue Henderl im Ei.



Mögen wir fähig und bereit sein, Stille einkehren zu lassen die nächsten Tage, um das Schlüpfen neuer Aspekte von und in uns selber mit ansehen und zelebrieren zu können.


In diesem Sinne – bunte Eier, freudvolles Feiern und – happy Schlüpfing!


Love,

Monika

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