Gedanken zur *Auferstehung

die medien sprechen von hasenrabatten, das obst wird hinter türmen von häschen versteckt und wenn man nicht genau hinschaut, kann sich schon das gefühl einstellen, ungewollt in der kreativsten hasenausstellung des jahres gelandet zu sein - fragt sich nur in welcher…..

und nein - dieser beitrag wird keine tirade über den osterwahn. dieser beitrag thematisiert das eigentliche dahinter; das, war wir am rande noch in worten benutzen, von dem wir vielleicht noch reden; uns das vielleicht sogar vermeintlich wünschen wenn wir sagen/hören ‘frohe ostern!’ - etwas, das wir aber wohl schon länger nicht mehr bewusst als solches hochfest verstanden oder nachvollzogen haben; weder im geiste, wohl noch in taten oder gefühlen. ich spreche von der auferstehung. und was damit nämlich für mich eigentlich gemeint ist. 

ich könnt jetzt das ausschlussverfahren anwenden, dass…  ...es nicht den besten braten am sonntagstisch bedeutet; ...dass nicht geschenke geschenke geschenke oder ...die qual der schoko-giganten-wahl ansteht; mag ich aber nicht. ich mag jetzt auf die auferstehung hinschaun. denn darin liegt der eigentliche grund für mich gerade als besucher der hasenausstellung 2016. 

beginnt es nicht irgendwie mit dem gefühl des ‘zurückkommens’? wobei hier nicht ein canossagang gemeint ist à la ‘manoh - jetzt steh ich (peinlich berührt / beschämt / genervt / lalala) schon wieder da’, sondern mehr dieses mit offenen augen dastehen, noch mal richtig ausatmen, etwas staunen und mit noch zerzausten haaren und einem gesichtsausdruck wie nach ner achterbahnfahrt ungläubig aussprechend dastehn: ‘yeah - ich bin zurück!’.

manchmal glaub ich, steigen wir einfach aus aus dieser fahrt. weils zu schnell ist, weils zu wahnsinnig ist, weil zu unvernünftig, weil nutzlos, weil unsinnig, weil nicht angesehn, weil weil weil. wir finden doch immer wieder gründe, das weil bestmöglich zu argumentieren; meist durch das zerreden dessen, wo die anderen gerade mitfahren, man selber aber halt grad nicht. so lange, bis man sich wieder den liebevollen schups gibt, einsteigt und selber wieder mitten drin dabei ist; und dann darf auch wieder laut gelacht werden, gebrüllt, die augen weit aufgerissen und das haar sich zerausen. und von dieser auferstehung spreche ich, wenn ich dieses ostern spüre. das gefühl, für sich im leben wieder auferstanden zu sein; ein weiteres und weiteres und weiteres mal halt. 

warum wir uns das selber nicht besser merken, dass scheinbar immer immer immer eine auferstehung bereitsteht und manchmal sogar schon längst auf uns liebevoll wartet - darüber dürfen sich die osterhasen mit den leckeren köpfen gedanken machen. :)

in diesem sinne - happy easterhase!!!




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